Genscher mahnt neue Anstrengungen für atomare Abrüstung an

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Der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher nimmt an einer Veranstaltung zum 25. Jahrestag der Unterzeichnung des 2+4-Vertrags teil. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin (dpa) - Der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) hat neue internationale Anstrengungen zur kompletten Abschaffung von Atomwaffen angemahnt.

"Macht endlich Schluss mit den Atomwaffen", sagte Genscher heute in Berlin bei einer Feier der FDP zum 25-jährigen Bestehen des 2+4-Vertrags zur deutschen Einheit. "Es wird immer schwerer zu verhindern, dass diese Waffen in fremde Hände geraten. Noch ist Zeit, aber nicht mehr lange."

Bei den Bemühungen um atomare Abrüstung gab es nach dem Ende des Kalten Kriegs große Fortschritte. Inzwischen sind sie aber wieder ins Stocken geraten. Das Friedensforschungsinstitut Sipri aus Stockholm schätzt, dass weltweit noch etwa 15 850 Nuklearwaffen existieren. Die meisten davon hat Russland (7500), gefolgt von den USA (7260). Befürchtet wird auch, dass Waffen in die Hände von Terroristen geraten könnten.

Genscher war vor 25 Jahren einer der Unterzeichner des 2+4-Vertrags, der internationalen Grundlage für die deutsche Wiedervereinigung. Der Vertrag wurde am 12. September 1989 in Moskau unterzeichnet. Am Freitag findet dazu im Auswärtigen Amt eine Feier statt. Dazu werden neben Genscher auch der ehemalige DDR-Außenminister Markus Meckel und Frankreichs ehemaliger Chefdiplomat Roland Dumas erwartet.

2+4-Vertrag

Chronik zum 2+4-Vertrag

"Deutsche Geschichten" zum 2+4-Vertrag

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