Gerichte aus Protest gegen Sarkozy geschlossen

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Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat sich den Unmut der Richter und Anwälte zugezogen.

Paris - Wegen eines Protests von Richtern und Anwälten gegen Staatspräsident Nicolas Sarkozy waren am Donnerstag fast alle Gerichte in Frankreich geschlossen.

Seit Tagen werden vor den meisten Gerichten nur dringliche Fälle behandelt. Für Donnerstag war auch ein Protestmarsch geplant.

Sarkozy hatte mit Äußerungen zu einem Aufsehen erregenden Mordfall für Empörung unter den Richtern und Anwälten des Landes gesorgt. Nachdem eine 18-Jährige tot und verstümmelt aufgefunden worden war, bezeichnete Sarkozy den Verdächtigen in dem Fall als Monster und zeigte sich noch vor Prozessbeginn von der “angenommenen Schuld“ des 31-Jährigen überzeugt.

Französische Anwälte haben Sarkozy bereits in der Vergangenheit vorgeworfen, sich in die Angelegenheiten des Rechtssystems einzumischen. Sie warfen ihm vor, Reformen zu planen, die ihre Unabhängigkeit gefährdeten.

dapd

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