Gesetzliche Krankenkassen: Beiträge steigen wohl

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Die Versichertenkarten der Krankenkassen DAK, AOK, Barmer und Techniker-Krankenkasse TK liegen mit Euro-Geldnoten unter einem Stethoskop: Die Beiträge der gesetzlichen Kassen steigen wohl.

Köln - Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen sich offenbar auf weitere Mehrbelastungen einstellen. Das sagten Politiker der schwarz-gelben Koalition.

Wie der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn am Mittwoch im Deutschlandfunk sagte, werden die Beiträge der Krankenkassen auch in den kommenden Jahren Schritt für Schritt steigen, da Gesundheit aufgrund des medizinischen Fortschritts und der älter werdenden Gesellschaft fortwährend insgesamt teurer wird.

Die künftigen Kostensteigerungen für Arbeitnehmer werden insbesondere beim Zusatzbeitrag liegen. Zugleich kündigte Spahn an, niedrige Einkommen über den Sozialausgleich nicht zu überfordern.

Nach 2011 werde es zu kassenindividuellen Erhöhungen der Zusatzbeiträge kommen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Daniel Bahr (FDP), dem “Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwochausgabe) vor der Verabschiedung der Gesundheitsreform durch das Bundeskabinett an diesem Mittwoch. Dass die Kassen dann unterschiedlich hohe Zusatzbeiträge verlangten, sei “ganz im Sinne des Wettbewerbs“.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hatte bekräftigt, dass mit der Gesundheitsreform die Lasten einseitig auf die Arbeitnehmer umverteilt würden. Dies sei eine “ziemlich dreiste Klientelpolitik“, sagte sie im ZDF-“Morgenmagazin“. Die eigentlichen Probleme im Gesundheitswesen würden nicht gelöst.

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch den Entwurf für die Gesundheitsreform verabschieden. Unter anderem ist vorgesehen, die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung von 14,9 auf 15,5 Prozent anzuheben. Außerdem soll es für Zusatzbeiträge keine Obergrenze mehr geben. Geplant sind ferner Einsparungen bei Ärzten, Krankenhäusern, Medikamenten und der Verwaltung.

dapd

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