"Anerkennung" von Palästina

Google macht wieder Außenpolitik

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In der englischen Version sieht die Google-Startseite für Palästina so aus.

München - Google ist groß, Google hat Macht und jetzt übt sich die Suchmaschine auch noch in Außenpolitik: Im Gegensatz zu vielen anderen hat Google Palästina als Staat anerkannt. Israel ist "not amused".

Wie "Spiegel-Online" berichtet, hat der US-amerikanische Suchmaschinenanbieter Google nach Gesprächen mit mehreren internationalen Organisationen seine palästinensische Webseite umbenannt: Vorher firmierte der Internetauftritt unter ""Google Palästinensergebiete". Jetzt lautet der Name "Google Palästina".

Unter der Webadresse google.ps erscheint in der englischen Version neben dem Konzernlogo das Wort "Palestine". Wie der Sprecher mitteilte, gilt diese Bezeichung seit 1. Mai für alle Google-Dienste.

Während viele Nationen sich mit der Anerkennung Palästinas schwer tun, hat der Internetkonzern also Fakten geschaffen - und macht sich damit vor allem in Israel keine Freunde.

Rücksprache mit den Vereinten Nationen

"Diese Änderung wirft Fragen auf nach den Gründen für diesen überraschenden und kontroversen Eingriff eines privaten Internetunternehmens in die internationale Politik", sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums.

Nach Angaben eines Google-Sprechers hielt der Suchmaschinengigant Rücksprache mit den Vereinten Nationen, der internationalen Normungsorganisation Iso und der Internet-Adressverwaltung Icann.

Bei den Vereinten Nationen genießen die Palästinenser seit vergangenen November den sogenannten Beobachterstatus - gegen den Willen der USA. Für Google ist diese Entscheidung nicht die erste mit außenpolitischer Bedeutung. In China wehrt sich die Suchmaschine gegen eine Internetzensur. Außerdem reiste Google-Manager Eric Schmidt kürzlich nach Nordkorea - nicht gerade im Sinne des US-amerikanischen Außenministeriums.

dh

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