Gordon Brown nach TV-Debatte angeschlagen

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Premierminister und Labour-Chef Gordon Brown landet in Umfragen auf dem letzten Platz.

London - Bei der letzten TV-Debatte eine Woche vor den Wahlen in Großbritannien hat der Chef der Konservativen, David Cameron, Aufwind bekommen. Premierminister Gordon Brown ist angeschlagen.

Premierminister und Labour-Chef Gordon Brown, der am Tag zuvor über eine Wählerin gelästert hatte und dabei erwischt wurde, landete in Umfragen dagegen auf dem letzten Platz. Der wegen seines guten Abschneidens bei den beiden vorangegangenen Runden gefeierte Chef der Liberaldemokraten, Nick Clegg, konnte sich im Mittelfeld behaupten. Bei dem von der BBC übertragenen Schlagabtausch am Donnerstagabend drehte es sich vor allem um Wirtschaftsthemen und Immigration.

Brown räumte gleich zu Anfang der dritten und letzten Debatte Fehler ein. Er bezog sich auf den Fauxpas, bei dem er eine Wählerin als verbohrt bezeichnet hatte. “Wie Sie gestern gesehen haben, mache ich nicht alles richtig. Aber ich weiß, wie man eine Wirtschaft in guten und in schlechten Zeiten führt“, sagte der Chef der Labour- Partei in Birmingham.

In zwei Befragungen ging Cameron als Sieger aus der Debatte hervor. In der Schnellumfrage für den Sender ITV News kam er auf 35 Prozent, der Chef der Liberaldemokraten Nick Clegg auf 33 Prozent und Brown auf nur 24 Prozent Zustimmung. Einer Schnellumfrage für die Zeitung “The Sun“ zufolge hielten sogar 41 Prozent der befragten Zuschauer Cameron für den Sieger und nur 25 Prozent Brown.

Am Mittwoch hatte Brown eine Frau als “borniert“ bezeichnet und nicht bemerkt, dass ihm noch ein eingeschaltetes Mikrofon eines Fernsehsenders am Hemd steckte.

Bei der Fernsehdebatte eine Woche vor der Parlamentswahl am 6. Mai ging es vor allem um die Wirtschaft, die in einer schweren Krise steckt. Brown attackierte dabei die Finanzpolitik der Tories, die nicht ausgereift sei und die Erholung der Wirtschaft riskieren würde. Cameron versprach dagegen einen “klaren Bruch“ und einen “frischen Start“ nach 13 Jahren Labour-Regierung.

Der Liberaldemokrat Clegg geriet derweil wegen seiner Europapolitik ins Kreuzfeuer der Kritik. Auch attackierten ihn Cameron und Brown in Immigrationsfragen, da die Liberaldemokraten eine Amnestie für illegale Einwanderer unterstützen.

dpa

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