Guttenberg bei Trauerfeier für toten Soldaten

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Verteidigungsminister Guttenberg wird an der Trauerfeier für den gefallenen Bundeswehrsoldaten teilnehmen

Berlin - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wird dem gefallenen Afghanistan-Bundeswehrsoldaten bei einer Trauerfeier am Freitag die letzte Ehre erweisen.

Die Zeremonie für den bei einem Selbstmordanschlag im nordafghanischen Baghlan ums Leben gekommenen Soldaten findet  um 13.00 Uhr in der St.-Lamberti-Kirche ganz in der Nähe des Seedorfer Heimatstandorts des 26-jährigen Fallschirmjägers in Niedersachsen statt, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin sagte.

In der Lamberti-Kirche in Selsingen hatte bereits im April eine Trauerfeier für drei in der Provinz Kundus gefallene Soldaten aus Seedorf stattgefunden. Damals nahmen rund 600 Gäste an dem Gottesdienst teil, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Oberfeldwebel war am vergangenen Donnerstag durch die Explosion eines Sprenggürtels getötet worden, der von einem Selbstmordattentäter gezündet wurde. Damit stieg die Zahl der toten Bundeswehrsoldaten seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan auf 44. Die Soldaten im nordafghanischen Kundus hatten bereits am Samstag mit einer Trauerfeier Abschied von ihrem Kameraden genommen. Anschließend wurde der Leichnam nach Deutschland überführt.

Bundeswehr atmet auf: "Dingo" hielt stand

Unterdessen atmet die Bundeswehr in Afghanistan auf: Entgegen ersten Berichten wurde bei dem jüngsten Selbstmordanschlag die Panzerung des geschützten Fahrzeugs vom Typ “Dingo“ nicht durchschlagen. Diese Meldungen hätten sich nicht bestätigt, teilte das Einsatzführungskommando am Montag in Potsdam mit. Zunächst hatte es geheißen, die Explosion der Sprengstoffweste des Selbstmordattentäters sei so stark gewesen, dass die Eisenkugeln Türen und Scheiben des “Dingo“ durchdrungen hätten. In Afghanistan bildet der “Dingo“ das Rückgrat der Flotte mit mehr als 1.000 geschützten Fahrzeugen der Bundeswehr.

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