Guttenberg: Präsidentenwahl keine Koalitionsfrage

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Will die Bundespräsidentenwahl nicht als Bewährungsprobe für Schwarz-Gelb sehen: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Berlin - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will die Bundespräsidentenwahl nicht als Bewährungsprobe für die schwarz-gelbe Koalition sehen.

“Die Wahl des Bundespräsidenten zusammenzubringen mit der Koalitionsfrage, ist schon ziemlich verwegen“, erklärte der CSU-Politiker in der “Passauer Neuen Presse“ (Freitag). “In der Bundesversammlung geht es um die Wahl unseres Staatsoberhauptes, nicht um die Koalition.“ Er rechnet damit, dass der Kandidat von CDU/CSU und FDP, Christian Wulff, mit großer Mehrheit gewählt werde.

Zugleich mahnte er die Koalitionäre, sich nach dem Dauerstreit “jetzt am Riemen (zu) reißen“. “Das Bild, das die Koalition in den letzten Wochen abgeliefert hat, war unbefriedigend. Wir müssen da besser werden und an einem Strang ziehen“, sagte Guttenberg. “Es kommt darauf an, dass wir wieder vertrauens- und niveauvoller miteinander umgehen.“

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Guttenberg: Der "Top Gun"-Minister a.D.

Eine Frage nach seinen Ambitionen auf das Kanzleramt wies er zurück. “Diese Frage stellt sich vielleicht in Umfragen, aber nicht für mich.“ Das Amt des Verteidigungsministers fülle ihn aus. Eine Umfrage hatte ergeben, dass 34 Prozent der Bürger sich Guttenberg als Kanzler vorstellen können.

dpa

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