Guttenberg nimmt zu Plagiatsvorwürfen Stellung

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Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)

Bayreuth - Quasi in letzter Minute hat Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zu den Plagiatsvorwürfen im Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit Stellung genommen.

Das dreiseitige Fax des Ex-Verteidigungsministers sei gerade noch fristgerecht bei der Kommission zur Selbstkontrolle der Wissenschaften der Universität Bayreuth eingegangen, sagte Hochschulsprecher Frank Schmälze am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Zum Inhalt äußerte er sich unter Hinweis auf den internen Charakter der Untersuchungskommission nicht. Sie prüft, in wieweit Guttenberg große Teile seiner Doktorarbeit bewusst abgeschrieben hat.

Guttenbergs Stellungnahme werde noch in dieser Woche in den Bericht eingearbeitet und dann mit der Hochschulleitung diskutiert, sagte Schmälzle weiter. Die Ergebnisse der Arbeit der Kommission und Konsequenzen aus dem wissenschaftlichen Fehlverhalten des Ex-Ministers sollen dann Mitte Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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Guttenberg hatte bereits eine Woche nach Bekanntwerden der Plagiatsvorwürfe “gravierende handwerkliche Fehler“ bei seiner Dissertation eingeräumt, “die ordnungsgemäßem wissenschaftlichen Arbeiten widersprechen“. Die Universität Bayreuth hatte ihm daraufhin seinen Doktortitel aberkannt. Angesichts des wachsenden Drucks insbesondere aus der Wissenschaft trat Guttenberg schließlich am 1. März zurück und legte auch sein Bundestagsmandat nieder.

Mittlerweile ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Hof aufgrund zahlreicher Anzeigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Urheberrecht. Über den Stand der Ermittlungen bewahrte die Justiz bislang Stillschweigen.

Entgegen Guttenbergs Ankündigung in seiner Rücktrittserklärung, offen und zeitnah bei der Aufklärung der Vorwürfe mitzuwirken, äußerten seine Anwälte vor zwei Wochen überraschend Vorbehalte gegen die Veröffentlichung des Berichts der Selbstkontrollkommission. Uni-Präsident Rüdiger Bormann forderte Guttenberg daraufhin erfolgreich auf, seine Haltung zu überdenken. Zugleich gab ihm die Hochschule bis zum 26. April Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

dpa

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