Hamburger wollen keine Schulreform

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In Hamburg ist die geplante Schulreform in einem Volksentscheid am Willen der Bürger gescheitert.

Hamburg - Die geplante Schulreform in Hamburg ist am Widerstand der Bürger gescheitert. Beim einem Volksentscheid am Sonntag lagen die Reformgegner kurz nach 22.00 Uhr uneinholbar vorn.

Bis 22.02 Uhr wurden 247.950 Stimmen für die Reformgegner gezählt. Damit war das nötige Quorum von 247.335 Stimmen überschritten. Insgesamt gaben 491.600 der 1,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Für die Schulreform stimmten 195.773 Bürger. Bei der Abstimmung ging es im Wesentlichen darum, ob die Grundschulzeit wie von der Landesregierung geplant von vier auf sechs Jahre verlängert werden soll. Gegner der jetzt erfolgreichen Elterninitiative “Wir wollen lernen“ wollen die Grundschule bei vier Jahren belassen.

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Sie fürchteten, die Kinder würden auf dem Gymnasium nicht mehr genug lernen und später an der Universität gegenüber Kindern aus anderen Ländern im Nachteil sein. Die schwarz-grüne Landesregierung wollte aber die Grundschulzeit verlängern, weil ihrer Ansicht nach dadurch schwache Schüler besser gefördert werden. Das Ergebnis ist der zweite schwere Schlag für die schwarz-grüne Koalition in Hamburg nach der Rücktrittsankündigung von Bürgermeister Ole von Beust am Sonntag. Die Grünen-Bildungssenatorin Christa Goetsch hatte die Reform zu ihrem zentralen Projekt gemacht, aber die Eltern nicht von ihren Plänen überzeugen können. Sie hat bereits angekündigt, auch im Fall einer Niederlage an ihrem Amt festzuhalten.

dapd

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