Holocaust-Lüge: NPD-Mann muss in Haft

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Günter Deckert muss ins Gefängnis (Archivbild von 1995).

Mannheim - Der ehemalige NPD-Vorsitzende Günter Deckert muss ins Gefängnis. Es ist nicht die erste Verurteilung für den 72-Jährigen.

 Das Landgericht Mannheim verurteilte den 72-Jährigen aus dem nordbadischen Weinheim unter anderem wegen Beihilfe zur Volksverhetzung zu einer Haftstrafe von sechs Monaten. Der Rechtsextremist hatte ein Buch mitübersetzt, in dem die Ermordung der Juden im Konzentrationslager Auschwitz durch die Nationalsozialisten geleugnet wird, teilte das Gericht am Freitag mit.

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Deckert war bereits im Juli 2010 vom Amtsgericht Weinheim wegen des Buches zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Im Berufungsverfahren verschärfte das Landgericht jetzt das Urteil auf sechs Monate ohne Bewährung. Allerdings muss der Ex-NPD-Chef höchstens fünf Monate absitzen, da ihm ein Monat wegen der langen Verfahrensdauer erlassen wird. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Deckert war im Herbst 2000 aus fünfjähriger Haft entlassen worden. Er war wegen Volksverhetzung (“Auschwitzlüge“), Beleidigung und anderer Delikte inhaftiert. Wenige Jahre später hatte er sich schon wieder eine Geldstrafe wegen Volksverhetzung einhandelt.

dpa

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