Hungernde in belagerter syrischer Stadt warten auf Hilfe

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Hilfskonvoi des internationalen Roten Kreuzes ICRC auf dem Weg in die belagerte Stadt Madaja in Syrien. Rund 40 000 Menschen sind dort eingeschlossen und von Hunger bedroht. Foto: ICRC/Pawel Krzysiek

Damaskus (dpa) - Nach der Zustimmung des syrischen Regimes zu Hilfslieferungen warten mindestens 20 000 hungernde Menschen in der belagerten Stadt Madaja auf Lebensmittel.

Bislang sei in dem Ort kein Hilfstransport eingetroffen, berichtete der Aktivist Abdullah Nadschim dem arabischen Nachrichtensender Al-Arabija. Es seien am Stadtrand auch keine Vorbereitungen zu erkennen.

Ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sagte, die Hilfsorganisationen hätten die Erlaubnis für Lieferungen nach Madaja bekommen. Diese könnten wegen der Größe der Konvois erst am Sonntag erfolgen. Zudem sei Hilfe für die von Rebellen belagerten Orte Fua und Kefraja im Nordwesten Syriens gestattet worden.

Madaja liegt nordwestlich von Damaskus und wird seit rund einem halben Jahr von Truppen des Regimes und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah belagert.

Rund 40 000 Menschen sind dort nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrecht eingeschlossen. Viele von ihnen hungern Aktivisten zufolge, weil es zu wenig Lebensmittel gibt. Hilfsorganisationen konnten eigenen Angaben zufolge zuletzt im Oktober Güter nach Madaja bringen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières/MSF) erklärte, sie sei "extrem alarmiert. Seit Anfang Dezember seien 23 Menschen verhungert, unter ihnen sechs Säuglinge. Madaja sei ein "Gefängnis unter freiem Himmel" für schätzungsweise 20 000 Menschen, die seit Monaten wenig Nahrung bekommen hätten. "Es gibt keinen Weg hinein oder hinaus, so dass die Menschen dem Tod überlassen sind", heißt es in einer Stellungnahme.

Erklärung MSF

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