Weltweite Empörung über Sturm auf Botschaft

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Hunderte Studenten stürmten die britische Botschaft in Teheran.

London - Die Erstürmung der britischen Botschaft im Iran hat international für Empörung gesorgt. Der britische Premierminister David Cameron drohte Teheran nach dem Angriff am Dienstag mit Konsequenzen.

Das “inakzeptable Versagen“ der iranischen Regierung beim Schutz der Diplomaten sei eine Schande und werde “ernsthafte Konsequenzen“ nach sich ziehen, sagte Cameron. Über entsprechende Schritte werde in den kommenden Tagen entschieden. Der Sturm auf die Botschaft sei “empörend und unentschuldbar“, sagte Cameron.

Auch der Weltsicherheitsrat verurteilte den Angriff. In einer gemeinsamen Stellungnahme forderten die 15 Mitglieder des Gremiums den Iran auf, angemessene Schritte zum Schutz der Diplomaten gemäß des Wiener Abkommens einzuleiten und weitere Angriffe zu verhindern.

Studenten stürmen britische Botschaft im Iran

Studenten stürmen britische Botschaft im Iran

Bundesaußenminister Guido Westerwelle bestellte aus Protest gegen die gewaltsame Stürmung den iranischen Botschafter ein. Der Vorfall auf dem Vertretungsgelände sei völkerrechtswidrig und inakzeptabel, sagte Westerwelle am Dienstag in Berlin. Die US-Regierung forderte die strafrechtliche Verfolgung der Angreifer. “Dass Demonstranten eine Botschaft überrennen und in Brand stecken können, zeigt, dass die iranische Regierung ihre internationalen Verpflichtungen nicht ernst nimmt“, sagte US-Präsident Barack Obama. “Dieses Verhalten ist nicht hinnehmbar.“

Dutzende Iraner hatten die Londoner Vertretung in Teheran gestürmt, Dokumente aus den Fenstern geworfen und die britische Flagge eingeholt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA überrannten die Demonstranten eine Polizeikette, die vergeblich versucht hatte, das Botschaftsgelände zu schützen. Dabei flogen Steine und Brandsätze. Die Demonstranten skandierten “Tod für England“. Großbritannien hatte wegen des mutmaßlichen militärischen Atomprogramms des Irans kürzlich seine Sanktionen gegen Teheran verschärft.

dapd

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