ISIS-Offensive

Irak-Krise: Maliki entlässt Kommandeure

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Der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki.

Bagdad - Der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki hat angesichts der anhaltenden Offensive der Terrorgruppe ISIS am Dienstag mehrere Armeekommandeure entlassen.

Seines Amtes enthoben wurde nach amtlichen Angaben unter anderen der Kommandeur für die nördliche Provinz Ninive. Diese war vor wenigen Tagen als erste in die Hände der Aufständischen gefallen, die daraufhin ihren Vormarsch Richtung Süden auf die Hauptstadt Bagdad fortsetzten.

Bei einem Bombenanschlag in Bagdad wurden am Dienstag mindestens elf Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Nach Angaben von Ärzten und Sicherheitskräften explodierte der in einem Fahrzeug versteckte Sprengsatz auf einem Markt im mehrheitlich schiitischen Stadtteil Sadr City im Norden der irakischen Hauptstadt.

Bei fünf weiteren Bombenanschlägen in Bagdad wurden sechs Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Beim Beschuss der Stadt Falludscha westlich von Bagdad starben vier Menschen. Falludscha wird seit mehr als fünf Monaten von Gegnern der irakischen Regierung gehalten.

Die Polizei gab unterdessen den Fund von 18 Leichen irakischer Sicherheitskräfte bekannt. Sie wurden demnach in der Nähe der mehrheitlich sunnitischen Stadt Samarra, 110 Kilometer nördlich von Bagdad, aufgefunden und wiesen Einschusslöcher in Kopf und Brust auf. Zunächst war unklar, ob sie bei Kampfhandlungen starben oder hingerichtet wurden.

Ein irakischer Kameramann des Fernsehsenders Al-Ahad wurde in der Nähe der Stadt Baakuba nördlich von Bagdad getötet, sein Reporterkollege verletzt. Wie der Sender auf seiner Website mitteilte, berichteten beide über den Vormarsch der Isis-Kämpfer. Diese hatten in den vergangenen Tagen außer in Ninive auch in Teilen dreier weiterer Provinzen im Norden die Kontrolle übernommen.

Das ist die Terrorgruppe ISIS

Terrorgruppe in Syrien: Das will der Islamische Staat

AFP

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