Irak: Sturm auf Camp Aschraf fordert 34 Tote

Bagdad - Beim Sturm irakischer Soldaten auf ein Flüchtlingslager für Exiliraner sind laut UN-Berichten 34 Menschen ums Leben getötet worden.

Beim Sturm irakischer Soldaten auf ein Flüchtlingslager für Exiliraner in der vergangenen Woche sind nach Angaben der UN 34 Menschen getötet worden. Am Freitag hatten Regierungssoldaten das Lager Aschraf in der ostirakischen Provinz Dijala gestürmt. Bei der Stellungnahme der UN handelt es sich um die erste unabhängige Bestätigung der blutigen Aktion.

Die meisten Opfer seien erschossen worden und 28 Leichen befänden sich noch in dem Lager, sagte der UN-Sprecher für Menschenrechte, Rupert Colville, am Donnerstag in Genf.

Im Camp Aschraf leben seit Jahrzehnten Exiliraner, die den gegen die iranische Regierung kämpfenden Volksmudschahedin angehören. Teheran bezeichnet sie als Terrororganisation. Das Camp ist ein Hindernis für die Verbesserung der Beziehungen zwischen der von Schiiten dominierten Regierung des Iraks und dem herrschenden schiitischen Klerus im Iran. Die irakische Regierung hat den Bewohnern von Aschraf bis zum Ende des Jahres Zeit gegeben, das Land zu verlassen.

dapd

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