Iran: Atomkraftwerk mit Kernbrennstoff bestückt

Buschehr - Ingenieure aus dem Iran und Russland haben am Samstag damit begonnen, das erste iranische Atomkraftwerk in Buschehr mit Kernbrennstoff zu bestücken.

Die Arbeit soll in etwa einer Woche abgeschlossen sein. Die USA hatten Russland aufgefordert, die Inbetriebnahme der Anlage in Buschehr aufzuschieben, bis der Iran bewiesen habe, dass er keine Atomwaffen entwickle. Russland schloss den Vertrag über den Bau der Anlage in Buschehr 1995, er hat ein Volumen von einer Milliarde Dollar (780 Millionen Euro).

Die Fertigstellung des Projekts verzögerte sich aber seit Jahren. Moskau machte dafür technische Gründe geltend, Beobachter glauben aber, dass Russland das Projekt nutzte, um vom Iran Zugeständnisse im Streit um dessen Atomprogramm zu erreichen. Trotz der Lieferungen aus Russland betreibt der Iran ein eigenes Programm zur Anreicherung des Kernbrennstoffs Uran. Der UN-Sicherheitsrat hat Teheran wiederholt aufgefordert, dieses Programm zu stoppen. Hintergrund sind Befürchtungen, der Iran strebe den Bau von Atomwaffen an. Die iranische Regierung hat stets erklärt, das Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken. Trotz UN-Sanktionen hält sie bislang an dem Programm fest.

dapd

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