Hetze vor dem Amtsantritt

Irans neuer Präsident nennt Israel "alte Wunde"

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Hassan Ruhani.

Teheran - Der designierte iranische Präsident Hassan Ruhani hat kurz vor seiner Amtseinführung Drohungen gegen Israel ausgestoßen. Israel sei ein "alte Wunde", die beseitigt werden müsse, hetzte er.

Kurz vor der Amtseinführung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Ruhani hat sich der Ton zwischen Iran und Israel wieder verschärft. Ruhani bezeichnete Israel am Freitag als „Wunde“ im Fleisch der islamischen Staaten, die beseitigt werden müsse, und löste damit Empörung in Israel aus.

„Die islamische Welt muss gegenüber dem zionistischen Regime Einheit zeigen, da dieses Regime eine alte Wunde ist, die seit Jahren in ihrem Körper steckt und beseitigt werden muss“, wurde Ruhani von der iranischen Nachrichtenagentur ISNA zitiert. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wertete dies als Beweis für die wahren Absichten des neuen Präsidenten. „Ruhani hat sein wahres Gesicht früher als erwartet gezeigt“, erklärte er.

„Dies ist es, was der Mann denkt und es ist der Aktionsplan des iranischen Regimes“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros in Jerusalem. Die Welt müsse nun aus ihren Illusionen erwachen: „Es gibt einen neuen Präsidenten, aber das Ziel des Regimes hat sich nicht verändert - Atomwaffen zu entwickeln, um Israel, den Nahen Osten und Frieden und Sicherheit in der ganzen Welt zu bedrohen.“ Ein Staat, der Israel mit der Auslöschung bedrohe, dürfe auf keinen Fall Massenvernichtungswaffen bekommen, bekräftigte Netanjahu.

Ruhani tritt an diesem Wochenende sein Amt an. Obwohl er eine Versöhnung mit dem Westen beabsichtigt, wird im Nahostkonflikt keine Kursänderung erwartet. Am Freitag veranstaltete der Iran wieder den „Ghods“-Tag, eine anti-israelische Massendemonstration, die jedes Jahr am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan stattfindet.

dpa

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