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Nach Hacker-Attacke: Frankreich will sicherere Medien

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Gehackt: Mutmaßliche IS-Anhänger haben den Sender TV5 Monde angegriffen.

Paris - Nach der Attacke auf die IT-Systeme des französischen Senders TV5 Monde will die Regierung die Sicherheitsvorkehrungen französischer Medien auf den Prüfstand stellen.

Die für Medien zuständige Ministerin Fleur Pellerin kündigte für die kommenden Wochen Fachgespräche mit den für IT-Sicherheit zuständigen Medienvertretern an. Dabei soll auch die für Sicherheit von Informationssystemen zuständige nationale Behörde ANSSI eingeschaltet werden.

Im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatten Hacker am Donnerstag die IT-Systeme des Senders TV5 Monde gekapert und die Ausstrahlung der Fernsehprogramme stundenlang blockiert. Bei der massiven Cyberattacke platzierten sie Propaganda der Terrorgruppe auf den Webseiten und Social-Media-Konten des Senders.

Eine Gruppe namens "Cyber-Kalifat" bekannte sich im Internet zu dem Angriff. Ob tatsächlich der IS dahinter steckt oder Sympathisanten im Alleingang zur Tat schritten, war am Donnerstag noch unklar. Frankreich bekämpft IS-Truppen mit Luftangriffen im Nord-Irak.

Nach Erkenntnis von Innenminister Bernard Cazeneuve gibt es zahlreiche Hinweise auf einen terroristischen Akt. Es sei nicht auszuschließen, dass ähnliche Angriffe wieder passieren könnten oder bereits geplant seien, sagte Cazeneuve.

Die Attacke sei "beispiellos in der Fernsehgeschichte", sagte Yves Bigot, Generaldirektor von TV5 Monde. Offensichtlich war die Aktion gut vorbereitet: "Alles ist sehr synchronisiert abgelaufen", sagte die Digital-Chefin des Senders, Hélène Zemmour. Der Sender habe eine sehr starke Firewall zur Abwehr vor unerlaubten Zugriffen.

TV5 Monde ist ein international ausgerichteter Fernsehsender, der zum Großteil vom französischen Staat finanziert wird. 

dpa

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