Israel nimmt mutmaßlichen iranischen Spion fest

Tel Aviv - Israel hat einen mutmaßlichen iranischen Spion festgenommen. Der 55-Jährige werde verdächtigt, für Irans Revolutionsgarden gearbeitet zu haben.

Nach der teilweisen Aufhebung einer Nachrichtensperre verlautete am Sonntag aus ranghohen Sicherheitskreisen, der Mann mit belgischer Staatsangehörigkeit sei bereits am 11. September am internationalen Flughafen Ben Gurion gefasst worden.

Es seien bei ihm Aufnahmen der US-Botschaft in Tel Aviv gefunden worden, hieß es in der Mitteilung. Er haben den Auftrag gehabt, in Israel eine geschäftliche Basis aufzubauen. Diese sollte nach Überzeugung des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet als Deckmantel für Spionagetätigkeiten dienen. Schin Bet werfe ihm vor, im Auftrag einer Einheit der Revolutionsgarden agiert zu haben, die für Anschläge im Ausland verantwortlich sei, berichteten israelische Medien. Der Mann habe Israel zum dritten Mal binnen gut eines Jahres besucht.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird am Montag zu Gesprächen unter anderem über das iranische Atomprogramm im Weißen Haus in Washington erwartet. Bereits vor dem Treffen mit Obama äußerte sich Netanjahu skeptisch über den moderaten Kurs und die „Lächeloffensive“ des neuen iranischen Präsidenten Hassan Ruhani. Aus Sicht von Netanjahu baut der Iran weiter an einer Atombombe. Internationale Sanktionen sollten deshalb verschärft und nicht gelockert werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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