Kabinett verlängert Kosovo-Einsatz

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Bundeswehr-Soldaten im Einsatz im Kosovo.

Berlin - Der Bundeswehr-Einsatz im Kosovo wird um ein weiteres Jahr verlängert. Das beschloss das Bundeskabinett am Dienstag. Gleichzeitig soll die Zahl der Soldaten bei dem Einsatz reduziert werden.

Die Obergrenze der eingesetzten Soldaten werde von 3500 auf 2500 gesenkt. “Dies entspricht den aktuellen Anforderungen“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans in Berlin. Derzeit seien rund 1500 Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Die Verlängerung wird wirksam, wenn auch der Bundestag zustimmt.

Die frühere serbische Provinz, in der mehrheitlich Albaner leben, ist seit zwei Jahren unabhängig. Für ihre äußere Sicherheit ist die von der NATO geführte internationale Friedenstruppe KFOR zuständig. Die KFOR war 1999 eingerückt, nachdem sich serbisches Militär und Paramilitärs zurückgezogen hatten. Zuvor hatte die NATO das damalige Jugoslawien bombardiert, um diesen Rückzug zu erzwingen.

Der Bundestag stimmte dem Einsatz deutscher Soldaten im Kosovo erstmalig im Juni 1999 zu. Steegmans sagte, die internationale Truppenpräsenz sei so lange erforderlich, bis die heimischen Sicherheitskräfte die Sicherheit aller Bevölkerungsgruppen gewährleisten könnten. Die Bundeswehr ist bislang der größte KFOR- Truppensteller. An dem Einsatz sind rund 10 000 Soldaten aus rund 30 Ländern beteiligt.

dpa

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