Anschlagsserie in Afghanistan

Kabul: Selbstmordattentäter sprengt sich in Flughafennähe 

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Auf dieser Straße in Kabul sprengte sich der Mann in die Luft.

Kabul - Innerhalb weniger Wochen wird Kabul immer wieder von Anschlägen erschüttert. Am Montag sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft, sechs andere Attentäter griffen in der Nacht die indische Botschaft an.

Ein Selbstmordattentäter hat sich am Montag nahe dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul in die Luft gesprengt. Zivile Opfer habe es nicht gegeben, teilte der Sprecher der Kabuler Polizei, Basir Mudschahid, weiter mit. „Der Selbstmordattentäter fuhr in einem Toyota in Richtung des militärischen Teils des Flughafens, wurde aber an einem Polizeiposten angehalten und als verdächtig erkannt.“ Daraufhin habe der Mann seine Sprengstoffweste gezündet. Der Attentäter sei dabei ums Leben gekommen. Verletzt wurde niemand.

Angriff auf indisches Konsulat

Beim Angriff von sechs Attentätern auf das indische Konsulat im nordafghanischen Masar-i Scharif ist bisher ein Mensch ums Leben gekommen. Das teilte am Montagmorgen (Ortszeit) der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Balch, Munir Farhad, mit. Der Tote sei einer der Wächter am Tor des Konsulats gewesen.

Die Männer hatten das Gebäude am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr (Ortszeit) angegriffen. Weil sie nicht hineinkonnten, bezogen sie Stellung in einem nahe gelegenen dreistöckigen Haus und feuerten in Richtung des Konsulats. „Zwei der sechs wurden getötet“, sagte Sprecher Munir. Die anderen vier hielten noch aus und schössen auf die afghanischen Spezialkräfte. Gouverneur Atta Mohammad Nur sei vor Ort und beobachte die Operation.

Der indische Botschafter Amar Sinha twitterte, das Personal im Konsulat sei sicher und gesund. Bisher hat sich keine Gruppierung zu dem Angriff bekannt.

Fünf Anschläge in wenigen Wochen

Es war der fünfte Anschlag in Kabul innerhalb weniger Wochen. Erst am Freitagabend hatten drei Taliban-Kämpfer ein bei Ausländern und afghanischen Politikern beliebtes Restaurant angegriffen. Ein Kind und ein Wächter des Restaurants wurden dabei getötet. Nur wenige Tage zuvor war bei einem Autobombenanschlag nahe dem US-Camp Sullivan am Kabuler Flughafen ein Mensch gestorben. Mehr als 30 Zivilisten wurden verletzt, darunter 20 Kinder. Mitte Dezember hatten vier Taliban-Kämpfer die spanische Botschaft angegriffen. Dabei starben vier afghanische und zwei spanische Polizisten.

dpa

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