Kanada baut künstlichen See für G-8

Toronto - Die kanadische Regierung ist wegen eines millionenteuren künstlichen Sees im Pressezentrum für den G-8- und den G-20-Gipfel in die Kritik geraten. Sie schmeiße Geld zum Fenster raus, so der Vorwurf.

Die Regierung werfe für eine dreitägige Veranstaltung fast zwei Millionen kanadische Dollar (1,5 Millionen Euro) buchstäblich aus dem Fenster, sagte der Oppositionsabgeordnete Mark Holland am Montag. Außenminister Lawrence Cannon verteidigte die Ausgaben. “Kanada ist stolz, die Welt zu Gast zu haben. Es ist üblich, alles zu zeigen, was ein Land zu bieten hat, und das ist genau das, was wir tun“, sagte er.

Die künstliche Seenlandschaft in dem provisorischen Pressezentrum in Toronto soll unter anderem eine Anlegestelle, Kanus, Bäume und Liegestühle umfassen. Die konservative Regierung war bereits zuvor kritisiert worden, weil sie für die Sicherheit auf den Gipfeltreffen fast eine Milliarde kanadische Dollar ausgeben will. Der G-20-Gipfel findet am 26. und 27. Juni in Toronto statt. Einen Tag vorher kommen in Huntsville in Ontario die Staats- und Regierungschefs der G-8 zusammen. Ursprünglich war vorgesehen, dass auch der G-20-Gipfel dort stattfinden sollte. Da aber befürchtet wurde, dass das 20.000 Einwohner zählende Huntsville nicht über eine ausreichende Infrastruktur verfügt, wurde Toronto zum Tagungsort gekürt.

dapd

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