Karlspreis für Trichet - Gauweiler: "Witz des Jahres"

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Der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler kritisiert die Verleihung des Karlspreises an den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet.

München - Die Verleihung des Karlspreises an den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, stößt beim CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler auf Unverständnis.

"Der Rest Europas ringt die Hände, aber es gibt dank Monsieur Trichet keinen Grund mehr, warum bestimmte Staaten überhaupt noch eine disziplinierte Haushaltspolitik praktizieren sollen. Dass Trichet dafür jetzt auch noch den Aachener Karlspreis bekommt, ist der Witz des Monats", schreibt Gauweiler in einem Beitrag für den Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe). Die EU-Nettoländer hafteten für Staatsanleihen aller anderen, und Trichets Ziel sei offensichtlich eine Art umfassende Generalgarantie. "Das neueste Zauberwort dazu lautet „Euro-Bond“, so Gauweiler. "Euro-Bond heißt Totalhaftung. Der deutsche Staat haftet für die Staatsschulden aller anderen. Man nennt das Vergemeinschaftung des Zins- und Ausfallrisikos", schreibt der CSU-Politiker weiter.

mm

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