Knast-Tour zur Abschreckung in Weißrussland

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Eine Knast-Tour soll in Weißrussland korrupte Beamte und Manager abschrecken.

Minsk - Mit einer Tour durch die als Folterkammern berüchtigten weißrussischen Gefängnisse will die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik korrupte Beamte und Manager abschrecken.

Als erste wurden Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums zu einem Besuch in einen Knast in der Hauptstadt Minsk geschickt. Korruption ist in Weißrussland weit verbreitet. “Es gibt immer dieselben Verbrechen in denselben Bereichen - im Energiesektor, im Handel und im Wirtschaftsministerium“, sagte Generalstaatsanwalt Grigori Wassilewitsch am Donnerstag. Zudem verlangte er, Ministerien sollten die Ehrlichkeit von Bewerbern mit einem Lügendetektor testen.

Die Haftbedingungen in Weißrussland gelten als unmenschlich. Bürgerrechtler beklagen Folter, schlechte Ernährung und schlimme hygienische Zustände. Weißrussland ist das einzige europäische Land, das die Todesstrafe vollstreckt. Vor wenigen Wochen waren zwei verurteilte Mörder hingerichtet worden.

dpa

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