Kolumbiens Präsidentschaftskandidat weint im Fernsehen

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Antanas Mockus

Bogotá - Strategie oder ehrliche Emotion? Kurz vor der Stichwahl um das kolumbianische Präsidentenamt ist der Kandidat der grünen Partei, Antanas Mockus, im Fernsehen in Tränen ausgebrochen.

"Ich will eine gerechtere Bildung, damit alle Kolumbianer gleiche Chancen haben", sagte der frühere Hochschullehrer am Freitag und begann dann zu weinen. Mockus hat am Sonntag Umfragen zufolge kaum eine Chance gegen den konservativen Kandidaten Juan Manuel Santos, der auf mehr als 60 Prozent der Stimmen hoffen kann.

Der Mathematiker und Philosoph Mockus hatte während des kurzen Wahlkampfs einen kometenhaften Aufstieg erlebt und in den Umfragen vor der ersten Wahlrunde am 30. Mai zeitweise sogar vor Santos gelegen. Santos erhielt dann aber überraschend fast doppelt so viele Stimmen wie der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá. Während Mockus die Bedeutung von Bildung und Moral hervorhebt, steht Santos für die Fortsetzung der Politik des populären Amtsinhabers Alvaro Uribe, der die linken Rebellen kompromisslos bekämpft.

dpa

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