Kommunisten blockieren Fährhafen von Piräus

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Eine Touristin mit Gepäck geht am Hafen von Piräus an einer Fähre vorbei. Der Eingang zum Schiff wird von Mitgliedern der Gewerkschaft PAME blockiert.

Athen - Nichts geht mehr in Piräus. Ein wilder Streik hat seit Mittwoch den größten Hafen Griechenlands lahmgelegt. Betroffen sind vor allem Touristen.

Mitglieder der Kommunistischen Partei (KKE) und der ihr nahestehenden Gewerkschaft (PAME) verhindern in Piräus seit den frühen Morgenstunden das Auslaufen der Fähren zu den Inseln der Ägäis. Hunderte Touristen mussten stundenlang im Hafen in der glühenden Sonne ausharren. Viele wurden vorübergehend in Hotels der Stadt untergebracht.

Die Seeleute ignorierten mit ihrem Protest gegen die Sparpolitik der Regierung die Entscheidung eines Gerichts, das einen Streik der Seeleute am Vorabend für illegal erklärt hatte. In einigen Fällen kam es zu Tumulten mit den Gewerkschaftsmitgliedern, wie das Fernsehen zeigte.

Krawalle in Griechenland

Krawalle in Griechenland

Die kommunistischen Gewerkschafter erklärten, ihnen sei “egal“ was die Gerichte in Sachen Streiks entscheiden. “Recht ist das Recht des Arbeiters“, skandierten sie immer wieder. Der internationale Verkehr zwischen Italien und Griechenland in der Adria und im Ionischen Meer sei von dem Streik nicht betroffen, hieß es im griechischen Radio.

dpa

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