Blaublütige Abgeordnete

Nur noch ein Adliger in Landtag vertreten

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Kulmbach - Bislang gehörten drei Adlige dem bayerischen Landtag an - künftig wird es nur noch einer sein. Auch der schaffte den Einzug nur knapp.

Ludwig Freiherr von Lerchenfeld musste bis Dienstag bangen, ob es über die oberfränkische CSU-Liste für ihn reicht.

Dass Lerchenfeld es über die Oberfranken-Liste nach München schaffen würde, galt als sicher - schließlich hatte er Platz zwei der CSU-Liste hinter Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml inne. Doch der auf Listenplatz zehn eigentlich chancenlose Ex-Oberbürgermeister Michael Hohl aus Bayreuth häufte überraschend viele Stimmen an. So kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. „Das war ein Krimi“, sagte Lerchenfeld. „Ich bin hocherfreut über das tolle Ergebnis.“ Nur rund 1000 Stimmen machten den Unterschied. Im früheren Jahrhunderten hatten mehrere Vorfahren des Freiherrn wichtige Regierungsämter am Münchner Hof inne.

Die zwei anderen bisherigen Vertreter des bayerischen Uradels im Landtag scheiden aus: Freiherr Dietrich von Gumppenberg scheiterte mit der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde. Und Graf Philipp von und zu Lerchenfeld - ein entfernter Verwandter des oberfränkischen Freiherrn - will für die CSU in den Bundestag wechseln.

Dass er künftig der einzige Abgeordnete mit einem „von“ im Namen sein wird, „spielt für mich überhaupt keine Rolle“, sagte Lerchenfeld am Dienstag in Kulmbach.

dpa

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