Kultusminister sind gegen Zentralabitur

Berlin - Die Kultusminister wollen kein bundeseinheitliches Zentralabitur - jedoch deutlich mehr Vergleichbarkeit bei den Leistungen zwischen den einzelnen Ländern.

Dies haben sie nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) bei ihrem Treffen am Donnerstagabend in Berlin einstimmig beschlossen. Löhrmann: “Wir werden die Vergleichbarkeit des Abiturs sichern.“

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In drei Schritten zum Zentralabitur

Dazu sollen zunächst einheitliche Bildungsstandards für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch entwickelt werden. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende der gymnasialen Oberstufe können muss. Ab 2013 soll dann aus diesen Bildungsstandards ein gemeinsamer Aufgabenpool entwickelt werden, aus denen sich die Länder jeweils bei ihren Abiturprüfungen bedienen können.

Löhrmann sagte laut Mitteilung ihres Ministeriums, mit dem aktuellen einstimmigen Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) sei der von Bayern und anderen Ländern im Vorfeld des Treffens verbreitete Eindruck vom Tisch, es werde künftig “ein bundesweit einheitliches Zentralabitur“ geben.

Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen hatten angekündigt, über einen eigenen Staatsvertrag ein einheitliches Abitur in ihren Ländern abzusichern. Offen ist, ob sie nach der nun einstimmigen KMK-Entscheidung an ihrem Vorhaben noch festhalten.

Die einheitlichen Bildungsstandards für alle Länder werden zur Zeit durch das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) erarbeitet. Sie sollen nach dem der Nachrichtenagentur dpa vorliegendem Arbeitskonzept im Herbst von der KMK verabschiedet werden. Daraus sollen dann schriftliche Abiturprüfungsaufgaben einschließlich Bewertungsvorgaben entwickelt werden.

Dieser Aufgabenpool soll ab 2013 kontinuierlich aufwachsen “und den Ländern als Angebot für den möglichen Einsatz im Abitur ab dem Schuljahr 2016/2017 zur Verfügung gestellt werden“, heißt es in dem Konzept.

dpa

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