Kultusminister wollen "jeden" Missbrauchsfall aufklären

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Die Kultusminister der Bundesländer wollen "jeden" Missbrauchsfall aufklären.

Berlin - Die Kultusminister der Länder haben einen Maßnahmenkatalog beschlossen, mit dem der sexuelle Missbrauch an Schulen und in Internaten wirksam verhindert werden soll.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) erwarte, dass alle, die mit der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen betraut seien, zur gemeinsamen Lösung der anstehenden Probleme beitrügen, hieß es in einer am Dienstag in Bonn und Berlin veröffentlichten Erklärung.

“Jeder Missbrauchsfall muss aufgedeckt und aufgeklärt werden“, heißt es in dem Papier. Schließlich soll sich Lehrerbildung und Fortbildung verstärkt mit dem Problem sexueller Grenzüberschreitungen sowie Gewalt an Schulen auseinandersetzen.

Teil des Lebens und Lernens in der Schule müsse eine Kultur des Hinsehens und Hinhörens sein, heißt es in den Empfehlungen unter außerdem. Dafür müssten qualifiziertes pädagogisches Personal, angemessene Räume und Zeiten eingeplant und gesichert werden.

Gefährdungen und Problemfälle müssten vom Personal frühzeitig erkannt werden, damit die Opfer Hilfe erhielten. Bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen komme dem professionellen Umgang mit Nähe und Distanz wesentliche Bedeutung zu. Schließlich dürften falsch verstandene Kollegialität und Unsicherheit über das eigene Urteil gegenüber möglichen Tätern nicht dazu führen, dass Kinder und Jugendliche zu Opfern werden.

dpa

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