Lafontaine fordert Zurückhaltung im Fall Ernst

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Oskar Lafontaine fordert, die Diskussion um die Einkünfte seines Nachfolgers Ernst intern zu führen.

Saarbrücken - Ex-Linken-Chef Oskar Lafontaine hat an seine Partei appelliert, den Streit über die Einkünfte seines Nachfolgers Klaus Ernst in den Parteigremien statt in den Medien auszutragen.

“Es hat keinen Sinn, dass sich die Partei wochenlang öffentlich mit einer einzigen Frage beschäftigt“, sagte Lafontaine der “Saarbrücker Zeitung“ (Freitag). Er kündigte an, dass sich der Vorstand der Linken mit der Bezahlungsregelung für Vorstandsmitglieder befassen werde. Ernst ist wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug auch ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Er geht weiter davon aus, korrekt gehandelt zu haben.

Ernst hatte sich am Montag gegen Kritik aus den eigenen Reihen an seinen mehrfachen Einkünften zur Wehr gesetzt. “Die Regelung galt genauso für meine Vorgänger. Im Übrigen habe ich mein Arbeitsverhältnis bei der IG Metall für mein neues Amt unwiderruflich aufgegeben“, sagte der Linken-Vorsitzende. Er bekommt neben seinen Bundestagsdiäten in Höhe von 7668 Euro monatlich auch 3500 Euro von der Partei und 1913 Euro von der Bundestagsfraktion.

dpa

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