Landtagswahl Bayern: So wird gewählt

Erststimme, Zweitstimme: Das müssen Sie wissen

München - Erststimme, Zweitstimme: Was wählen wir damit eigentlich bei der Landtagswahl in Bayern? Und wie ist das mit den Überhangmandaten. Hier finden Sie die Antworten. 

Bundestagswahl 2013: der Live-Ticker

Bundestagswahl 2013: Hier gibt's ab 18 Uhr die Ergebnisse der oberbayerischen Wahlkreise.

Die Landtagswahl 2013 in Bayern im Live-Ticker - hier klicken

Am 15. September ist Landtagswahl, nur eine Woche später Bundestagswahl - und beide Wahlen funktionieren zwar irgendwie ähnlich, folgen aber doch einigen sehr unterschiedlichen Regeln.

Ergebnisse der Landtagswahl Bayern 2013 finden Sie ab Sonntagabend hier - ebenso ab jetzt die Ergebnisse von 2008!

Jeder Bürger hat bei der Landtagswahl ebenso wie bei der Bundestagswahl zwei Stimmen. Der zentrale Unterschied aber: Bei der Bundestagswahl entscheidet allein die Zweitstimme über die Sitzverteilung im Parlament. Bei der bayerischen Landtagswahl dagegen werden Erst- und Zweitstimmen addiert und in Mandate umgerechnet - auch die Erststimme entscheidet also maßgeblich über die Sitzverteilung mit.

Bundestagswahl 2013: Ergebnisse aus der Region finden Sie hier!

Erststimme bestimmt den Direktkandidaten 

Mit der Erststimme können die Wähler in den 90 Stimmkreisen ihre jeweiligen Direktkandidaten bestimmen. Sieger ist, wer die meisten Stimmen bekommt, die einfache Mehrheit reicht. Voraussetzung für einen Einzug des Bewerbers in den Landtag ist allerdings - anders als bei einer Bundestagswahl - dass seine Partei landesweit mindestens fünf Prozent aller gültigen Stimmen erhält.

Alle Infos zur Landtagswahl finden Sie hier!

Die Zweitstimme gilt der Liste - wobei die Parteien nicht landesweit mit einer Bayern-Liste antreten, sondern mit bis zu sieben selbstständigen Listen in den sieben Regierungsbezirken.

Zweitstimme ist auch personenbezogen

Aber auch die Zweitstimme ist personenbezogen: So muss nicht eine Partei oder Gruppierung insgesamt angekreuzt werden, sondern es kann auch ein einzelner Kandidat ausgewählt werden - egal, auf welchem Listenplatz er steht. Damit können die Wähler die von den Parteien vorgegebene Reihenfolge auf den Listen gehörig durcheinanderwirbeln.

Landtagswahl: Die Wahlprogramme der Parteien

Landtagswahl: Die Wahlprogramme der Parteien im Vergleich

Insgesamt werden 90 Direkt- und 90 Listenmandate vergeben. Der Landtag kann aber am Ende auch mehr als 180 Mitglieder haben - durch sogenannte Überhang- und Ausgleichsmandate: Wenn einer Partei mehr Direktmandate zufallen, als ihr nach dem Stimmenverhältnis eigentlich zustehen würden (Überhangmandate), so erhöht sich auch die Zahl der Mandate der anderen Parteien entsprechend dem tatsächlichen Stimmenverhältnis (Ausgleichsmandate).

Ergebnisse der Landtagswahl Bayern 2008 und ab Sonntagabend für 2013 finden Sie hier!

Hier gehts zum Wahl-O-Mat

Nach der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte es deshalb insgesamt 187 statt 180 Mandate gegeben.

dpa

Landtagswahl Bayern in Zahlen und Fakten

Landtagswahl Bayern in Zahlen und Fakten

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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