In Leipzig

Legida meldet 60.000 Teilnehmer für Demo an

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60.000 Teilnehmer hat "Legida" für seine Demonstration angemeldet. Außerdem sind 19 Gegendemonstrationen angemeldet.

Leipzig - Der Ableger der islamkritischen Bewegung Pegida in Leipzig hat für seine an diesem Mittwoch geplante Demonstration 60.000 Teilnehmer angemeldet.

Das bestätigte Sachsens Innenstaatssekretär Michel Wilhelm (CDU) am Dienstag. Ein Demonstrationsverbot wie am Montag in Dresden solle es nicht geben. „Eine konkrete Gefährdung, wie sie in Dresden vorlag, gibt es in Leipzig nicht“, sagte Wilhelm. „Bitte lassen Sie es morgen friedlich laufen“, mahnte er. Gegen den Legida-Aufmarsch wurden nach seinen Angaben 19 Gegenkundgebungen angemeldet.

Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen der größten Einsätze seit Jahrzehnten vor. „Wir haben mehrere Bundesländer um Hilfe angefragt“, sagte ein Polizeisprecher. Bis zu 4000 Polizisten sollen in Leipzig für Sicherheit sorgen.

Derweil streiten die Autoren des Online-Lexikons Wikipedia heftig über die Relevanz von Pegida-Mitbegründerin Kathrin Oertel (36). Ein Eintrag, der wenige Stunden nach Oertels Auftritt in der ARD-Talkshow „Günther Jauch“ vom Sonntagabend entstanden war, ist zur Löschung vorgeschlagen.

„Die Frau war 1x in einer Talkshow. Das erzeugt keine Relevanz“, lautet ein Beitrag, der für das Löschen des Eintrags wirbt. „Jauch war nur der Anfang. Von Frau Oertel wird in den nächsten Monaten noch sehr viel zu lesen, hören und sehen sein“, heißt es in einem Beitrag für den Erhalt.

Ein anderer bedauert, zum „Totschweigen“ sei es „leider zu spät“. Es sei zudem eine „beachtliche Lebensleistung, einen öffentlichen Sympathiewettbewerb gegen Alexander Gauland und Günther Jauch zu verlieren“.

Oertel ist im Vorstand des Vereins Pegida als Schatzmeisterin aktiv und tritt als Sprecherin der islamkritischen Bewegung („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) auf.

dpa

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