Linke erwägen Stimme für Gauck im dritten Wahlgang

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Auch der thüringische Linken-Fraktionschef Bodo Ramelow zeigt Sympathien für Gauck.

Düsseldorf - Der ehemalige Stasi-Akten-Beauftragte Joachim Gauck kann bei der Wahl des Bundespräsidenten zumindest im dritten Wahlgang auch auf Stimmen aus den Reihen der Linken hoffen.

Der von der Linkspartei als Mitglied der Bundesversammlung benannte Jenaer Universitätsprofessor Klaus Dörre stellte dies im Gespräch mit der Rheinischen Post in Aussicht. Er bezeichnete Gauck als “respektable Persönlichkeit“. Sollte der von SPD und Grünen benannte Kandidat ein Signal der Kritik an der sozialen Schieflage im Land senden und Stimmen von links tatsächlich haben wollen, könne er sich “sehr gut vorstellen, ihm in einem dritten Wahlgang meine Stimme zu geben“, wird Dörre zitiert. Gauck sei immerhin Ehrendoktor seiner Universität.

Joachim Gauck: Der Kandidat im Porträt

Joachim Gauck: Der Kandidat im Porträt

Auch der thüringische Linken-Fraktionschef Bodo Ramelow ließ Sympathien für Gauck erkennen und sagte der Zeitung, dass es “nach dem zweiten Wahlgang spannend“ werde. Im ersten Wahlgang will die Linke mit der Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks, Luc Jochimsen, gegen Gauck und den Kandidaten von CDU/CSU und FDP, Christian Wulff, antreten.

apn

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