Linke-Politiker im Fadenkreuz von Extremisten

Berlin - 116 Büros von Linken-Politikern wurden seit Januar vergangenen Jahres zerstört und verwüstet. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau glaubt zu wissen, wer dahinter steckt.

Büros von Linke-Politikern werden nach Informationen der “Berliner Zeitung“ immer häufiger zum Anschlagsziel von Neonazis. Das geht aus einer Untersuchung der Linksfraktion im Bundestag hervor, wie die Zeitung (Freitagausgabe) berichtet. Demnach wurden von Januar 2010 bis zum Juni dieses Jahres deutschlandweit 116 Mal Linke-Büros mit Steinen beworfen oder verwüstet, Autos in Brand gesteckt oder Politiker mit dem Tod bedroht.

In zahlreichen Fällen deuten die Indizien auf Täter aus dem rechtsextremistischen Umfeld hin. Dabei handelt es sich nach Auffassung der Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau “keineswegs nur um spontane Einzeltaten, sondern häufig um geplante Aktionen“. Für ihre Untersuchung hat die Linksfraktion eineinhalb Jahre lang Presseartikel und Polizeiberichte ausgewertet.

Am häufigsten wurden Linke-Büros in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen attackiert.

dapd

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