An SOS-Kinderdorf

Diätenerhöhung: Linke spendet Mehreinnahmen

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Fraktionschef Gregor Gysi überbrachte den Spendenscheck.

Berlin - Nach ihrem Nein zur Diätenerhöhung im Vorjahr spenden die Bundestagsabgeordneten der Linkspartei ihre Mehreinnahmen dem Verein SOS-Kinderdorf.

100.000 Euro seien zusammengekommen - der Nettobetrag pro Linke-Parlamentarier und Monat seit Juli sowie eine Aufrundung durch Abgeordnete mit Funktionszulagen, sagte Fraktionspressesprecher Hendrik Thalheim am Montag in Berlin.

Der Scheck werde von Fraktionschef Gregor Gysi an diesem Mittwoch im SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit übergeben. „In den vergangenen Jahren haben die Abgeordneten das Geld aus von uns abgelehnten Diätenerhöhungen individuell gespendet und sich dafür Projekte in ihrem Wahlkreis gesucht“, erklärte Thalheim. Diesmal habe sich die Fraktion überlegt, „dass es gut ist, wenn man eine Organisation bedenkt, die sich um die Schwächsten der Gesellschaft kümmert“. Die Kinder der insgesamt 15 deutschen SOS-Kinderdörfer sollten bei der Verwendung der Summe ein Mitspracherecht haben.

Die Diätenerhöhung wurde im Februar 2014 von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen von Linken und Grünen beschlossen und zum 1. Juli wirksam. SOS-Kinderdorf ist eine in über 130 Ländern aktive, nichtstaatliche, unabhängige und überkonfessionelle Organisation, die vor allem Waisenkinder betreut.

dpa

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