Litauen und Montenegro wählen neue Parlamente

Podgorica/Vilnius - Zwei Staaten wählen neue Parlamente: In Montenegro und Litauen sind die Bürger am Sonntag zum Gang an die Urne aufgerufen.

Der kleine Adriastaat Montenegro wählt am Sonntag ein neues Parlament. Nach allen Umfragen dürften die seit 21 Jahren ununterbrochenen regierenden Sozialisten (DPS) auch diesmal gewinnen. Die Opposition ist zerstritten. Nach der Wahl dürfte der unangefochten wichtigste Politiker des Landes, Milo Djukanovic, wieder als Regierungschef in die Politik zurückkehren.

Er hatte sich vor zwei Jahren zurückgezogen, um sich privaten Geschäften zu widmen. Als Regierungschef erhält Djukanovic wieder Immunität vor Strafverfolgung. Gegen ihn laufen in mehreren westeuropäischen Ländern Verfahren um groß angelegten Zigarettenschmuggel in den 90er Jahren. Der dadurch entstandene Schaden beläuft sich auf zweistellige Milliarden-Euro-Summen.

Auch in Litauen beginnen am Sonntag Parlamentswahlen. Rund 2,6 Millionen Wahlberechtigte sind in dem baltischen Staat aufgerufen, zuerst über 70 Sitze nach dem Verhältniswahlrecht zu entscheiden. In zwei Wochen werden sie dann über 71 Direktmandate abstimmen. Zur Wahl treten 17 Parteien, ein Wahlbündnis sowie mehrere unabhängige Kandidaten an. Meinungsumfragen sehen die oppositionellen Sozialdemokraten oder die Arbeitspartei vorn, eine Niederlage der konservativ-liberalen Regierungskoalition von Ministerpräsident Andrius Kubilius gilt als wahrscheinlich.

dpa

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