Nach Festnahme: Malis Regierungschef tritt zurück

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Der Regierungschef von Mali, Cheick Modibo, ist zurückgetreten.

Bamako - Nur wenige Stunden nach seiner Festnahme durch Soldaten ist Malis Regierungschef Cheick Modibo Diarra am Dienstagmorgen zurückgetreten.

Er gab seinen Rücktritt sowie den Rücktritt seiner gesamten Regierung im nationalen Fernsehen bekannt, berichtete der britische Sender BBC. Diarra war zuvor in der Nacht unter noch nicht geklärten Umständen von Soldaten festgenommen worden. Wie die afrikanische Agentur apanews aus Bamako berichtete, handelten die Soldaten auf Befehl von Hauptmann Amadou Haya Sanogo, der bereits vor einigen Monaten in den Militärputsch verwickelt war, in dessen Folge radikale Islamisten und Tuareg-Rebellen den Norden des Landes unter ihre Kontrolle brachten.

Ein Grund für die Festnahme von Diarra war zunächst nicht bekannt. Regierungschef Diarra gilt als Befürworter eines militärischen Einsatzes gegen die Islamisten, während Hauptmann Sanogo dies nach Angaben von apanews ablehnt.

Auf Bitten der Regierung in Bamako bereitet die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas Malis einen Militäreinsatz mit bis zu 5000 Soldaten vor, die die Islamisten aus dem Norden des Landes vertreiben sollen. Auch die EU will Mali militärisch unterstützen. Sie will zwischen 200 und 250 Militärausbilder in die Hauptstadt Bamako schicken.

dpa

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