Coffee Shops

Niederlande verzichten auf „Gras-Pass“

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Ein Mann raucht in einem Coffee Shop einen Joint mit Marihuana.

Amsterdam - Coffee Shops in Amsterdam stehen Ausländern weiterhin offen. Auch sie dürfen sich dort zukünftig mit Cannabis versorgen.

Die neue niederländische Regierung hat auf das Vorhaben verzichtet, landesweit einen „Gras-Pass“ einzuführen, der nur noch Einheimischen den Erwerb von Haschisch, Marihuana und fertig gedrehten Joints in den Shops gestattet hätte. Die Stadt Amsterdam, die um den Tourismus gefürchtet hatte, begrüßte den Rückzug am Dienstag.

Das Vorhaben war im September ein heißes Wahlkampfthema gewesen. Die neue Regierung verwarf das begonnene Vorhaben gleich wieder. Einer Ende Oktober vorgestellten Regierungsvereinbarung zufolge ist es Sache der Städte zu entscheiden, ob sie Drogen an ausländische Kiffer verkaufen oder nicht. In einem entsprechenden Schreiben an das Parlament bekräftigte Justizminister Ivo Opstelten am Montagabend, er sei immer noch dafür, nur Einheimischen den Zutritt zu Coffee Shops zu gestatten. Er überlasse es aber den Kommunen, das zu regeln.

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Die Sprecherin der Stadt Amsterdam, Tahira Limon, äußerte sich zufrieden mit Opsteltens Plänen, weil er sich darauf konzentriere, die Kriminalität im Umkreis der Coffee Shops einzudämmen. Er lasse den Städten und Gemeinden aber auch Spielraum, selbst zu sehen, was bei ihnen funktioniert. „Und für Amsterdam heißt das auch, dass Touristen weiterhin Coffee Shops besuchen können.“

dapd

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