Nach Teilschließung der mazedonischen Grenze

Mehr als 20.000 Flüchtlinge sitzen in Griechenland fest

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Zahlreiche Flüchtlinge müssen in Athen auf der Straße übernachten.

Athen - Nach der Teilschließung der mazedonischen Grenze versucht Griechenland immer verzweifelter, den Rückstau Tausender Flüchtlinge zu bewältigen. Viele Flüchtlinge müssen in Athen auf der Straße übernachten.

Dazu werden fünf neue Aufnahmelager an der Grenze gebaut, zugleich sollen viele Flüchtlinge zunächst auf den Inseln in der Ostägäis bleiben. Deshalb sollen Fähren in den kommenden Tagen weniger Migranten als bisher von den Inseln abholen.

„Wir müssen den Zustrom wegen des Rückstaus auf dem Festland verlangsamen“, sagte der für die Küstenwache zuständige griechische Minister Thodoris Dritsas am Freitag dem Nachrichtensender Skai. Um die Inseln nicht zu überlasten, sollten die registrierten Migranten auf drei großen Fähren untergebracht werden, die in den Häfen der Inseln Lesbos, Chios und Samos angelegt haben.

Weil sie auf der Balkanroute nicht mehr weiterkommen, stecken nach Schätzungen der Behörden inzwischen rund 20 000 Menschen in Griechenland fest. Zudem warten an der Grenze zu Mazedonien bei Idomeni mehr als 4000 Migranten auf eine Gelegenheit, Richtung Norden weiterzureisen. Dort sei es in der Nacht zum Freitag zu Schlägereien und Messerstechereien zwischen Flüchtlingen gekommen, berichtete das Staatsradio unter Berufung auf die Kommunalbehörde.

Mazedonien gestattet zurzeit nur Flüchtlingen aus Syren und dem Irak die Weiterfahrt nach Mitteleuropa - aber auch nur wenigen. „In den vergangenen 24 Stunden sind nur 260 Menschen rübergegangen“, sagte ein Grenzpolizist aus Idomeni am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. In der Hafenstadt Piräus trafen am Morgen knapp 1500 Migranten ein. Die griechischen Auffanglager, Wartehallen in Piräus und die Hallen eines alten, geschlossenen Flughafens von Athen, sind überfüllt.

dpa

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