Stoiber-Biografie: Das sagt Merkel zum Buch

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bei der Vorstellung von Stoibers Buch "Weil die Welt sich ändert".

Berlin - Der ehemalige CSU-Chef Edmund Stoiber hat in Berlin sein Buch vorgestellt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel war dabei.

„Weil die Welt sich ändert“ - so lautet der Titel von Edmund Stoibers Autobiografie, die am Montag erschienen ist. Darin schildert der frühere Ministerpräsident und CSU-Chef aus seiner Sicht, was er für Bayern geleistet hat. Nun wurde das Werk offiziell in der Hauptstadt vorgestellt. Niemand geringeres als Angela Merkel stand dem ehemaligen CSU-Chef im Friedrichsaal der Deutschen Bank zur Seite.

Merkel beurteilte dabei den Vorschlag für längere Legislaturperioden des ehemaligen CSU-Chefs Edmund Stoiber kritisch. Eine Legislaturperiode von fünf oder sechs Jahren könne nur einhergehen mit mehr Elementen der direkten Demokratie, sagte Merkel. Das halte sie aber auf der Bundesebene „für schwierig“, denn es sei ihrer Auffassung nach nicht gut mit dem Zwei-Kammer-System der Bundesrepublik vereinbar.

Stoiber und Merkel bei Buch-Vorstellung in Berlin

Stoiber und Merkel bei Buch-Vorstellung in Berlin 

Der frühere bayerische Ministerpräsident Stoiber hatte in seinem Buch dafür plädiert, den Bundestag nur noch alle fünf oder sechs Jahre neu zu wählen statt wie bisher alle vier Jahre. Er forderte am Dienstag auch größere Mitbestimmungsrechte für die Bevölkerung und befürwortete Volksabstimmungen.

Merkel dankte ihrem früheren Widersacher um die Unions-Kanzlerkandidatur für die gemeinsame politische Wegstrecke: „Ein Dank für die Gespräche mit Dir. Nicht immer habe ich das so zu würdigen gewusst, wie es im Rückblick erscheint, aber Danke“, sagte sie unter Anspielung auf das gemeinsame Frühstück im Januar 2002 in Stoibers Haus im bayerischen Wolfratshausen. Damals hatte Merkel ihren Rückzug von der Kanzlerkandidatur bekundet und Stoiber die Unterstützung der CDU zugesichert. „Du warst immer, und später waren wir es beide, davon überzeugt, dass CDU und CSU zum Schluss einen Weg gemeinsam finden“, sagte Merkel weiter.

dpa

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