Wulff-Nachfolge: Merkel dementiert Gespräche

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Laut einem Medienbericht sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Philipp Rösler wegen der möglichen Nachfolge Wulffs in Kontakt.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und FDP-Chef Philipp Rösler stehen angeblich in engem telefonischem Kontakt bezüglich einer möglichen Nachfolgeregelung im Falle eines Rücktritts von Bundespräsident Christian Wulff.

Dies berichtete die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ am Samstag vorab unter Berufung auf FDP-Führungskreise. Demnach ist die Koalition auf der Suche nach einem Kandidaten, der auch für die Sozialdemokraten akzeptabel wäre. Namentlich genannt würden der frühere Umweltminister Klaus Töpfer oder Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU).

Wulff-Interview: So reagieren Parteien und Medien

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Zuvor hatten CDU, FDP und CSU einen Bericht der “Rheinischen Post“ dementiert, wonach sich die drei Parteivorsitzenden auf ein Prozedere verständigt hätten für den Fall, dass Wulff zurücktritt. “An diesem Bericht ist nicht das Geringste dran, er ist schlichtweg die Unwahrheit“, sagte auch CSU-Chef Horst Seehofer am Samstag der Nachrichtenagentur dapd.

Merkel spricht mit Rösler nicht über Wulff-Nachfolge

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat inzwischen Berichte zurückweisen lassen, sie spreche mit FDP-Chef und Vizekanzler Philipp Rösler bereits über einen möglichen Nachfolger für Bundespräsident Christian Wulff. “Natürlich steht die Bundeskanzlerin mit dem Vizekanzler in permanentem engen Kontakt. Sie sieht aber keine Veranlassung, über eine Nachfolge für den Bundespräsidenten zu sprechen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die stellvertretende FDP-Sprecherin Kathrin Klawitter erklärte am Samstag in Berlin: “Die Berichte und Gerüchte sind frei erfunden.“

dapd/dpa

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