Merkel und Seehofer einig: Wehrpflicht aussetzen

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Junger Mann bei der Musterung: Wie es aussieht, wird die Wehrpflicht bald ausgesetzt.

Berlin - Die Parteispitzen von CDU und CSU werden ihren Präsidien am Sonntag die Aussetzung der Wehrpflicht empfehlen. Diskutiert wird aber weiter kontrovers um einen anderen Punkt der Bundeswehr-Reform.

Darauf hätten sich die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer sowie die Generalsekretäre Hermann Gröhe (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU) am Donnerstagabend bei einem Treffen in Berlin geeinigt, hieß es am Freitag in Parteikreisen.

Es wird erwartet, dass diese Empfehlung bei der gemeinsamen Präsidiumssitzung von CDU und CSU am Sonntag und Montag in Berlin breite Unterstützung findet.

Zu den Plänen von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), die Bundeswehr von 250 000 Soldaten auf 163 000 zu verkleinern, soll es keine Festlegung geben. In der Union wird eine solche Reduzierung als zu drastisch angesehen. Guttenberg hat bereits deutlich gemacht, dass er hier Spielraum sieht.

In der Diskussion ist ein Truppenabbau auf 180 000 bis 195 000 Soldaten. Die Parteitage der CSU Ende Oktober und der CDU Mitte November werden über die Zukunft der Bundeswehr in Leitanträgen entscheiden. In beiden Parteien wird damit gerechnet, dass die meisten Delegierten die historische Aussetzung der Wehrpflicht für Männer mittragen und etwa 20 bis 30 Prozent dagegen stimmen werden.

dpa

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