Umstrittenes Handelsabkommen

Merkel glaubt noch an TTIP: "Müssen weiter verhandeln"

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Bundeskanzlerin Angela Merkel widerspricht Sigmar Gabriel in Sachen TTIP-Verhandlungen.

Berlin - TTIP ist umstritten. Keine Frage. Bundeskanzlerin Angela Merkel widerspricht ihrem Koalitionspartner Sigmar Gabriel jedoch und glaubt weiterhin fest an das Handelsabkommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Einschätzung von Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) zu einem absehbaren Scheitern des Freihandelsabkommens TTIP widersprochen. "Ich bin dafür, dass wir das Ende der Verhandlungen abwarten und dann eine Bewertung vornehmen", sagte Merkel den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Bundeswirtschaftsminister Gabriel hatte das geplante transatlantische Abkommen, das derzeit verhandelt wird, zuvor für "de facto gescheitert" erklärt.

Merkel betonte, dass der Abschluss des Abkommens der europäischen Konjunktur dringend benötigte Impulse geben könnte. "Europas Interesse sollte klar sein: Wir haben in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union eine hohe Arbeitslosigkeit - vor allem bei den jungen Menschen", sagte sie. "Daher sollten wir alles, was Arbeitsplätze schaffen kann, unterstützen. Das Freihandelsabkommen gehört dazu."

Auf die Frage, ob sie einen Abschluss vor den US-Präsidentschaftswahlen im November für möglich halte, sagte Merkel: "Ich plädiere dafür, dass jetzt erst einmal weiter verhandelt wird." Ob TTIP noch eine Chance habe, hänge "jetzt vom weiteren Verhandlungsprozess" ab.

AFP

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