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Bombenangriff auf Bus: Mindestens 21 Verletzte in Jerusalem

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Der vollkommen ausgebrannte Bus in Jerusalem. Am Montag fand hier laut Polizei ein Angriff statt.

Jerusalem - Der Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem hat eine neue Qualität. Während einer nun sieben Monate langen Gewaltwelle griffen palästinensische Einzeltäter vor allem mit Messern an.

Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus sind am Montag in Jerusalem mindestens 21 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Ein Sprengsatz sei im hinteren Teil eines Busses explodiert, teilte der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Abend mit. Als Folge der Explosion seien auch Passagiere in einem weiteren Buss verletzt worden. Israelis Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte an, dass die Täter und ihre Hintermänner zur Verantwortung gezogen würden.

Steinmeier fordert friedlichen Dialog

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) verurteilte den Anschlag auf unschuldige Zivilisten aufs Schärfste. „Beide Seiten müssen endlich zu einer Deeskalation finden und die politisch Verantwortlichen alles in ihrer Macht stehende tun, um dem Hass in den Köpfen entgegen zu treten“, sagte Steinmeier laut Auswärtigem Amt. „Es braucht konkrete Schritte, die einen friedlichen Dialog wieder möglich machen und eine klare Absage an die Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung.“

Bei dem Terroranschlag hätten zwei Passagiere schwere Verletzungen erlitten, teilte ein Sprecher der örtlichen Rettungskräfte mit. Israelische Medien berichteten, bei einem der Passagiere habe es sich möglicherweise um einen palästinensischen Selbstmordattentäter gehandelt.

Zunächst war auch geprüft worden, ob es sich um einen technischen Defekt handelte. Bilder zeigten, wie beide Busse in Flammen aufgingen.

Der Ort der Explosion wurde abgesperrt. Rettungskräfte brachten Verletzte in Krankenhäuser in der Stadt. Die meisten erlitten Rauchverletzungen.

Anschlag ist Teil einer fortwährenden Gewaltwelle

Es war der erste Anschlag auf einen Bus während der seit Anfang Oktober 2015 fortwährenden Gewaltwelle. Diese wird auch als „Messer-Intifada“ bezeichnet, weil palästinensische Einzeltäter bislang vor allem mit Messern angriffen.

30 Israelis und rund 190 Palästinenser sind bislang getötet worden. Die meisten Palästinenser wurden bei Anschlägen auf Israelis erschossen. Andere kamen bei Konfrontationen mit israelischen Sicherheitskräften ums Leben.

Während des letzten Palästinenser-Aufstandes von 2000 bis 2005 verübten militante Palästinenser zahlreiche Anschläge auf Busse. Der letzte aus dieser Anschlagserie datiert vom 28. August 2005 im Busbahnhof der südisraelischen Stadt Beerscheva.

dpa

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