Für Schüler, Studenten und Rentner

Mindestlohn: CSU pocht auf Ausnahmeregelungen

München - Die CSU will bei den Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung eines gesetzlichen Mindestlohns Ausnahmen für bestimmte Bevölkerungsgruppen durchsetzen.

Schüler, Studenten und Rentner sowie ehrenamtlich Tätige sollten grundsätzlich nicht den Regelungen des Mindestlohns unterliegen, sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) der "Passauer Neuen Presse" (Montagsausgabe). "Erstens muss das Ehrenamt zwingend vom Mindestlohn ausgenommen werden. Aufwandspauschalen für Trainer und Übungsleiter, etwa im Sportverein, sind kein Lohn, sondern Anerkennung", sagte Aigner.

"Zweitens sind Schüler, Studenten und Rentner, die einen Zuverdienst haben, anders zu behandeln als Arbeitnehmer, die mit einer Vollzeittätigkeit ihren Lebensunterhalt verdienen." Hochschulabsolventen dürften aber nicht mit Praktikumsstellen abgespeist werden. Nach dem Studienabschluss müsse der Mindestlohn greifen, auch wenn es sich formal um ein Praktikum handeln sollte, sagte Aigner. "Während des Studiums sehe ich das anders - egal ob Pflicht oder freiwilliges Praktikum."

Einzelne Branchen oder bestimmte Tätigkeiten aus der Mindestlohnregelung auszunehmen, bezeichnete die CSU-Politikerin als "schwierig".

afp

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Berlin -  Seine „Ruck-Rede“ bleibt in Erinnerung. Unermüdlich forderte Roman Herzog die Bürger zu Reformen auf. Nun ist der Altbundespräsident im …
Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Washington - Was Donald Trump über Russland und die Nato gesagt hat, ließ in Europa Alarmglocken schrillen. Sein künftiger Verteidigungsminister …
Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Bundestagswahl 2017: An diesem Datum wird gewählt

München - 2017 steht in Deutschland eine Bundestagswahl an. Seit heute steht das Datum fest, an wann die deutschen Bürger den neuen Bundestag wählen.
Bundestagswahl 2017: An diesem Datum wird gewählt

Kommentare