Bericht

Ministerium zweifelt an Gurlitt-Ermittlungen

+
Das Namensschild von Kunstsammler Cornelius Gurlitt hängt in Salzburg (Österreich) an der Tür zu seinem Haus.

München - Im bayerischen Justizministerium wachsen nach „Spiegel“-Informationen Zweifel am Vorgehen der Augsburger Staatsanwaltschaft gegen den Kunstsammler Cornelius Gurlitt.

Das Ministerium sehe die Staatsanwaltschaft auf sehr dünnem Eis und habe angefragt, ob sie Gurlitt überhaupt strafbares Verhalten vorwerfen könne, berichtete das Nachrichtenmagazin. Ein Sprecher des Justizministeriums konnte dazu am Sonntag keine Stellungnahme abgeben, stellte aber klar, dass das Justizministerium nie Anlass für ein dienstaufsichtliches Einschreiten gesehen habe.

Die Staatsanwaltschaft hatte bei Gurlitt bei Steuerermittlungen schon vor zwei Jahren mehr als 1000 Bilder beschlagnahmt. Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger sagte dem „Spiegel“, bei einer erfolgreichen Beschwerde gegen die Beschlagnahme könnte die Task-Force nur noch mit Gurlitts Zustimmung weiterarbeiten. Die von der Bundesregierung geschaffene Expertenkommission soll die Herkunft der Werke prüfen.

Nazi-Raubkunst: Werke aus dem Gurlitt-Fund

Nazi-Raubkunst: Werke aus dem Gurlitt-Fund

dpa

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Berlin -  Seine „Ruck-Rede“ bleibt in Erinnerung. Unermüdlich forderte Roman Herzog die Bürger zu Reformen auf. Nun ist der Altbundespräsident im …
Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Washington - Was Donald Trump über Russland und die Nato gesagt hat, ließ in Europa Alarmglocken schrillen. Sein künftiger Verteidigungsminister …
Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Obamas Abschied: Liebeserklärung an Michelle

Chicago - Obama geht - mit emotionalen, aber eher stillen Tönen. Der scheidende Präsident erinnert seine Landsleute noch einmal an das, was ihm …
Obamas Abschied: Liebeserklärung an Michelle

Kommentare