Ministerpräsident entschuldigt sich für Übergriffe

Kairo - Der ägyptische Ministerpräsident Ahmed Schafik hat sich für Angriffe seitens der Anhänger von Präsident Husni Mubarak auf dessen Gegner bei den Protesten in Kairo entschuldigt.

Schafik kündigte die Aufnahme von Ermittlungen an. Die Demonstranten beschuldigen die Regierung Mubarak, bezahlte Schlägertruppen und Polizisten in Zivil auf die Protestierenden angesetzt zu haben. Bei den Ausschreitungen kamen mindestens drei Menschen ums Leben, mehr als 600 wurden verletzt.

Ägypten: Schüsse, Brandsätze, Tote

Ägypten: Schüsse, Brandsätze, Tote

Im staatlichen Fernsehen sagte Shafik am Donnerstag, er entschuldige sich “für alles, was gestern passiert ist, denn es ist weder logisch noch rational“. Er nannte den Angriff einen “eklatanten Fehler“. Mit den angekündigten Ermittlungen solle herausgefunden werden, wer dahinter stecke.

ZDF-Journalistin nach 20 Stunden freigelassen

Eine für die “New York Times“ und das ZDF in Ägypten arbeitende Journalistin ist nach 20 Stunden Haft in Kairo wieder auf freiem Fuß. Das sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey am Donnerstag der dpa. Die Frau war am Mittwochnachmittag auf der Fahrt von Alexandria nach Kairo festgenommen worden und dann, wie Frey sagte, in einem Hochsicherheitstrakt festgesetzt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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