Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Bischof von Hildesheim

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Tagungsteilnehmer betrachten bei einer Fachtagung des Bistums Hildesheim zur Prävention von sexuellem Missbrauch in der Kirche. Foto: Julian Stratenschulte/Illustration

Hildesheim (dpa) - Das Bistum Hildesheim lässt Missbrauchsvorwürfe gegen den 1988 gestorbenen Ex-Bischof Heinrich Maria Janssen und gegen Pater Peter R. von einem spezialisierten Münchner Institut untersuchen.

Beauftragt wurde dafür das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), das bereits den Missbrauch von Schülern im Benediktinerkloster Ettal sowie an der Odenwaldschule untersuchte, wie das Bistum am Dienstag mitteilte.

Janssen, von 1957 bis 1982 Hildesheimer Bischof, soll in seiner Amtszeit einen Jungen sexuell missbraucht haben. Der Vorwurf gegen ihn wurde im vergangenen Jahr erhoben. Gegen Peter R., der bereits im Zentrum des Missbrauchsskandals am Berliner Canisius-Kolleg mit mehr als 100 Opfern stand, hatte 2010 eine 14-Jährige in Hildesheim Vorwürfe erhoben. Das Bistum räumte später ein, den Vorwurf zu spät an die Staatsanwaltschaft weitergegeben zu haben.

Das Institut soll untersuchen, ob es weitere Hinweise auf sexuelle Übergriffe durch die beiden Geistlichen gibt und ob es darüber hinaus noch Missbrauchsfälle im Bistum gibt. Außerdem soll das Präventionskonzept des Bistums gegen Missbrauch auf den Prüfstand gestellt werden. Ergebnisse sollen Mitte 2017 vorliegen.

PM Bistum Hildesheim

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