Monti fürchtet Angriffe der Spekulanten

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Mario Monti.

Luxemburg - Italiens Regierungschef Mario Monti warnt vor noch härteren Attacken auf die Eurozone, sollte der Gipfel in einer Woche keine überzeugenden Maßnahmen gegen die Schuldenkrise beschließen.

“Es gäbe immer heftigere Spekulationsangriffe auf einzelne Länder - besonders auf die schwachen“, sagte er der “Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). Auch Italien, das nicht mehr schwach sei, aber noch einen hohen Schuldenberg mitschleppe, gerate weiter unter Beschuss. Und die hohen Zinsen würden “auch bei den Unternehmen durchschlagen“.

Zugleich schloss er einen Griff nach dem Eurotropf aus: “Italien wird auch künftig keine Hilfen nötig haben. Und wenn es um Hilfe bitten müsste, dann hieße das, dass ein Fehler im System liegt.“ Denn sein Land werde im laufenden Jahr nach Kommissionsberechnungen nur ein Haushaltsdefizit von zwei Prozent gegenüber dem Inlandsprodukt ausweisen. Und sein Land werde 2013 “das erste Land mit einem Einnahmenüberschuss sein“.

Über seine konkreten Forderungen an Berlin und Brüssel machte Monti in dem Interview nur Andeutungen: Notwendig seien “neue Mechanismen, die fähig sein müssen, die Länder zu unterstützen, die ernsthaft die Auflagen bei der Steuerdisziplin und den Strukturreformen angewendet haben“. Zu Wochenbeginn hatte Monti die Idee eines durch den Rettungsfonds ESM abgesicherten Anleihenaufkaufprogramms durch die Europäischen Zentralbank eingebracht. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnte das am Donnerstag aber ab.

dapd

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