Nato-Generalsekretär widerspricht Putin: "Unsinn"

+
Stoltenberg: "Die Aussage, dass es eine Nato-Legion in der Ukraine gibt, ist Unsinn." Foto: Stephanie Lecocq

Brüssel (dpa) - Im Ukraine-Konflikt hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit klaren Worten Aussagen von Kremlchef Wladimir Putin zurückgewiesen. Es sei unsinnig, von einer Nato-Legion in der Ukraine zu sprechen, betonte Stoltenberg nach einem Botschafter-Treffen in Brüssel.

"Die Aussage, dass es eine Nato-Legion in der Ukraine gibt, ist Unsinn." Es gebe dort keine Nato-Kräfte: "Die ausländischen Streitkräfte in der Ukraine sind russisch."

Damit reagierte Stoltenberg auf Vorwürfe von Kremlchef Putin, der die ukrainische Armee in ihrem Kampf gegen prorussische Separatisten als Fremdenlegion der Nato bezeichnet hatte. Putin sagte der Agentur Interfax zufolge: "In bedeutendem Maße sind es sogenannte nationalistische Freiwilligenbataillone."

Stoltenberg verurteilte die "scharfe Eskalation der Gewalt" in der Ostukraine. Die aggressiven Handlungen der Separatisten stünden in direktem Widerspruch zum Minsker Abkommen. Der Nato-Chef warf Russland vor, die Separatisten weiter mit Ausrüstung, Training und Kräften zu versorgen. Stoltenberg rief Moskau auf, diese Unterstützung sofort zu beenden und seine internationalen Verpflichtungen einzuhalten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Washington - Proteste in aller Welt haben den ersten vollen Amtstag von Donald Trump begleitet. Er selbst ignoriert sie erst einmal - und feuert …
Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Washington - In seiner Antrittsrede am Freitag hat der neue US-Präsident Donald Trump das amerikanische Volk in den Mittelpunkt gestellt. Hier Trumps …
Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Mexiko-Stadt - Donald Trump regiert, die ersten Aktionen könnten sich gegen Mexiko richten - kein Land hat er mehr attackiert. Dort schwillt bereits …
Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Kommentare