Neonazi-Zelle: BKA durchsucht Wohnungen

Karlsruhe - Bei den Ermittlungen im Zusammenhang mit der Zwickauer Neonazi-Zelle haben Beamte des Bundeskriminalamts am Donnerstag Wohnungen in mehreren Bundesländern durchsucht.

Mit der Razzia in Thüringen und Hessen solle geklärt werden, woher die Waffen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) kamen, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mit.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll es sich um mehrere Wohnungen in Thüringen und eine in Hessen handeln. Sie sollen zwei Männern gehören, die ursprünglich aus Thüringen stammen. „Es liegen allerdings keine zureichenden Anhaltspunkte dafür vor, dass die beiden Personen den NSU wissentlich unterstützt haben könnten“, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft. Es habe keine Festnahmen gegeben.

Außerdem werde die Wohnung einer Frau in Sachsen durchsucht, die seit längerem als mögliche Unterstützerin des NSU unter Verdacht steht. Hierbei geht es aber nicht um Waffen.

Den inzwischen toten Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sowie ihrer mutmaßlichen Komplizin Beate Zschäpe wird der Mord an neun Männern türkischer und griechischer Herkunft und an einer Polizistin zur Last gelegt.

dpa

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